2014
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sys­temge­bun­dene Blick­rich­tun­gen
von Karin Lus­ten­berger
Eröff­nung:
Fr 3.10.2014, 19 h
20.30 Uhr Per­for­mance:
Ben­jamin Brod­beck (perc) und Jonas Althaus (exp. jonglage)
Finis­sage:
Sa 1.11. 2014, 14 h
Gespräch­srunde mit Kaf­fee und Kuchen

Die Mul­ti­me­dia Kün­st­lerin Karin Lus­ten­berger
pro­jiziert in ihrer aktuellen Ausstel­lung im Alpineum Pro­duzen­ten­ga­lerie
reflek­tierend und bewegt Lin­ien in den Raum. Abläufe, Ver­läufe, Unsinn und Logik.
Bewegte Achsen und Blick­winkel wer­den so zur gezeigten Essenz skur­riler und
konkreter Betra­ch­tungssys­te­men. Come and see!

Mehr Infos über die Kün­st­lerin: www.karinlustenberger.ch



Garten(Kyoto)

Raphael Egli, Michelle Kohler / Timo Müller, San­dra Senn
Ausstel­lung:
13.9. – 12.10.2014
Vernissage:
Fr 12.9., 1830 Uhr:
Werkge­spräch zur Ausstel­lung mit Sarah Zürcher, Direk­torin Museum Lang­matt:
So 12.10., 17 Uhr



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Lec­ture & Mate­ri­als im Rah­men der Ausstel­lung U N I V E R S E   U N I T E D
Sam­stag 9. August, 14 Uhr (Finis­sage 12–17 Uhr)
k25, Keller­strasse 25, Luzern



Front

  • Eröff­nung:
    Sa 30.8.2014, 11 h
    .
    im Rah­men von
    Kun­sthoch Luzern
  • Alpineum
    Pro­duzen­ten­ga­lerie
    Hirschmattstrasse 30A
    CH-6003 LUZERN
    +41 41 410 00 25
  • Öff­nungszeiten:
    Do und Fr 16–19 Uhr
    Sa 11–16 Uhr
    Wo sind wir?
    Kon­takt

kuratiert von whatspace.nl
mit Michiel Cop­pens (B), Koen Delaere (NL), Peggy Franck (NL), Ger­lach en Koop (NL), Bas van den Hurk (NL), Gia­como San­ti­ago Rogado (CH), Maarten Spons (NL), Jamie Snei­der (USA), Lore­linde Ver­hees (NL)



DiannaFrid_06

Es sind dies beispiel­sweise Frag­mente von Nachrufen (obit­u­ar­ies), die von ihr gesam­melt und gemäss der Berufe der Ver­stor­be­nen in einem kom­plexen Sys­tem geord­net wer­den. In aufwendi­ger und exquis­iter Han­dar­beit ver­ar­beitet sie die Wörter, Lein­wand, Papier, Graphit und far­biges Garn zu hap­tis­chen Stücken, halb Bild und halb Objekt. more



Christian Herter

Plat­forms Project ist eine Par­al­lelver­anstal­tung zur Art-Athina Hauptmesse (eröffnet 1993).
Beide sind in der sel­ben Räum­lichkeit, dem Olympia-Teakwondo-Stadion von 2004 im Paleo Faliro Quartier unterge­bracht.
Zum Wort­stamm zurück gebracht zeigt Chris­t­ian Herter seine neue, 45-teilige Serie „Anal­pha­bet“, eine Zeichen­reihe gebildet aus Col­la­gen, um den unaus­prech­lichen Aus­druck zu ver­lei­hen. Dem gegenüber ist Jeroen Geels „Bild­mar­mor“, nach zeitgenössisch-künstlerischen Aspek­ten gestal­tete, mas­sive Stuck­mar­mor­plat­ten – welche den pan­telis­chen Mar­mor des Parthenons wahrlich alt ausse­hen lassen.



FALL

In seiner ersten Einze­lausstel­lung in der Alpineum Pro­duzen­ten­ga­lerie gibt André Schuler Ein­blick in sein aktuelles, skulp­turales Schaffen.Seine Werke sind durch materielle wie ästhetis­che Reduk­tion bes­timmt. So führt er kom­plexe Sachver­halte zu min­i­malen Gesten über, so dass diese zu räum­lichen ikono­graphis­chen Zeichen zuvor unbekan­nter Aus­sage werden.



Ausstellungsansicht

Eine raum­fül­lende Instal­la­tion zeigt neue Arbeiten ver­schieden­ster For­mate, welche sich zwis­chen ein­fachen, abstrak­ten geometrischen Raumkon­struk­tio­nen und lin­earen Noti­zen aus der Beobach­tungsnähe bewegen.



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Monika Müller und André Schuler. Beide zeigen zeit­genös­sis­che Arbeiten in der kom­m­menden Samm­lungsausstel­lung des Kun­st­mu­se­ums Luzern:
Ins Offene! more



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Monika Müller beschäftigt sich in ihren Zeich­nun­gen mit dem zen­tralen Motiv der Land­schaft. Die auf den ersten Blick real­is­tisch erscheinen­den Arbeiten sind mit fik­tiven geometrischen Ele­menten durch­setzt, die sich so nicht in der Natur wiederfinden lassen. Dadurch erzeugt die Kün­st­lerin atmo­sphärische, karge Szene­r­ien, die an bes­timmte geografis­che Gegen­den oder Wolken­for­ma­tio­nen erin­nern, erzeugt darin aber eine eigen­ständige Wirk­lichkeit. more



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Dieses Jahr fährt die Alpineum Pro­duzen­ten­ga­lerie mit Karin Lus­ten­berger und Reto Leuthold nach Schwe­den. more



05-Luigi Archetti, Hanging Rock'n'Roll 2011 :Andri Stadler, Blended Light 2013:14

Ken­nen Sie das? Nur ein Blick zum Fen­ster raus – und es spricht: schon drei Monate lang Novem­ber! Etwas Graues Dif­fuses hat sich über alles gelegt, rein aus Tra­di­tion besteht die Nei­gung, dieses Etwas  “Licht” zu nen­nen und es ist, als ob auch sonst alles an Kon­tur ver­loren hat, sogar die Klänge in der Luft. Nicht bei uns! Wir treten mit der kom­menden Ausstel­lung gegen diese garstige Umwelt an. Nein, wir schliessen diese sogar von unserer Galerie aus und insze­nieren in ihr eine Zel­e­bra­tion dessen, was Licht und Schall eigentlich ver­mag.
more



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Sam­stag 18.1.2014, ab 16 Uhr
Vor­trag von Ste­fan Banz:
Mar­cel Duchamps Étant don­nés: 1° La chute d’eau, 2° Le gaz d’éclairage…, 1946–66
“Mar­cel Duchamp ver­brachte 1946 zusam­men mit einer seiner Geliebten, Mary Reynolds, fünf Wochen in der Schweiz und davon fünf Tage – vom 5. bis 9. August – am Gen­fersee. Er wohnte im Hotel Belle­vue  bei Chexbres, genau im Zen­trum des Lavaux, das heute more



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Die Ausstel­lung zeigt eine Vielzahl der Blicke auf den nack­ten, men­schlichen Kör­per. Von Frau und Mann, auf Mann und Frau und umgekehrt, aus ungek­lärter Posi­tion und auf sich sel­ber, teil­weise ergänzt mit appa­r­a­tiver Zurüs­tung. Es stossen Werke von jun­gen wie etablierten Künstler_innen aufeinan­der, Werke aus diesem Jahr und dem let­zten Jahrhun­dert. In Zeiten der fortschre­i­t­en­den Verd­inglichung der Erotik durch Wer­bung und Unter­hal­tungsin­dus­trie, ist dies ein Rücker­oberungss­chlag des ein­st­ma­li­gen Kern­the­mas durch die Kunst!



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Buch­staben; sys­tem­a­tisch aneinan­derg­ereiht; ein fast end­loser, unaussprech­barer Wurm. Auf den ersten Blick eine ent­machtete Anord­nung von Let­tern, steckt in dieser Auflis­tung
jedoch ein Kat­a­log von poten­ziellen Möglichkeiten sinns­tif­ten­der Kom­bi­na­tio­nen. Soviel
Poten­zial in diesem Titel steckt, so viele Optio­nen bear­beiten die fünf Kün­stler der Ausstel­lung.
Sie flechten Sprachen ineinan­der, trans­formieren Bilder in Worte – in Objekte – in Orte – in Konzepte. Erzeu­gen sinnhafte Anord­nun­gen aus sinnlosen Graphis­men. Oder das Gegen­teil. more



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Labil­ität und Sta­bil­ität bes­tim­men unser Dasein. Auflö­sung und Ver­fes­ti­gung sind erlebte Her­aus­forderun­gen für uns alle. Sicher­heit droht mit Unbe­weglichkeit, hin­ter der Bewe­gungs­frei­heit lauert Chaos. Wo hal­ten sich in diesem Span­nungs­feld die Arbeiten von Chris­t­ian Herter auf? Immer wieder nah am Anfang, am Ort des Keimens (SEEDS), an der Stelle des ersten Schrittes. Hert­ers auf vielfache Weise prekäre Gestal­ten tra­gen in sich seine als Eishock­eyspieler und Skiren­n­fahrer gemachten Erfahrun­gen, die Erin­nerung an die an der Grenze zum Sturz gezo­gene Linie in Eis und Schnee.

more



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4. Rang für die Mas­terthe­sis “Verge­blichkeit und Trotz – Man­i­fest” von Clau­dia Kübler bei Top-Master 2013, einem schweizweiten Wet­tbe­werb für die besten Mas­ter­ar­beiten aller Diszi­plinen von NZZ Cam­pus und Mak­ing­Science­News.
Von den unge­fähr 70 ein­gere­ichten Arbeiten wur­den die ersten 10 mit einem Preis­geld aus­geze­ich­net. Die voll­ständige Mas­terthe­sis, beste­hend aus einem selb­stver­fassten Man­i­fest und einem wis­senschaftlichen Teil zur Ver­wen­dung des Man­i­fests in der Kunst, ist auf der Seite von Mak­ing­Science­News öffentlich zugänglich.

Fast wie Sci­ence Fic­tion
Papers



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Die Alpineum Pro­duzen­ten­ga­lerie zu Gast bei SEILERLINHART Architek­ten.
Die tem­poräre Präsen­ta­tion bespielt Räume mit einem Arbeit­sall­tag. In der Ausstel­lung sind fol­gende Kün­stler und Kün­st­lerin­nen vertreten: Hannes Brun­ner, Jeroen Geel, Chris­t­ian Herter, Monika Müller und Lorenz Olivier Schmid.

SEILERLINHART Dipl. Architek­ten SIA BSA
Burg­er­strasse 22, 6003 Luzern

www.seilerlinhart.ch



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In der Mitte des Raumes steht ein Bot­tich, eine Harasse, ein Darli und mit­ten­drin aufgestellt ein Tep­pichk­lopfer. Abgestellt sind sie, darunter noch eine Plane, damit der hehre Kun­st­ga­le­rien­bo­den­sicher nicht ver­schmutzt wird. more



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Eine Arbeit um ihrer selbst willen gut zu machen“, das ist nach Sen­nett ein dauer­haftes men­schliches Bestreben. Die Grund­lage dafür ist ein Mate­ri­al­be­wusst­sein,
das den Handw­erker der Vor­mod­erne ausze­ich­net. Sen­nett dehnt den Begriff des Handw­erk­ers aus, indem er Schreiner, Schlosser oder Schmiede ebenso als Handw­erker würdigt wie Diri­gen­ten, Pro­gram­mierer oder Inge­nieure. more



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Raphael Eglis Gemälde entste­hen im Stu­dio auf­grund von Rezepten, Bleis­tiftze­ich­nun­gen, die er mit weni­gen Lin­ien vor dem Objekt anlegt und wörtlich mit Far­b­ver­merken vor Ort und im Ate­lier ergänzt. Raphael Eglis neue Gemälde sind grosszügig angelegt, in ihren Dimen­sio­nen wie in ihrer Motivik: meis­tens behan­delt jedes Bild nur einen ein­fachen more



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Bild­mar­mor. Gemalte Mar­morstruk­turen treten bere­its in pom­pe­janis­chen Pri­vathäusern auf, der eigentliche Stuck­mar­mor wird aber erst um 1600 etwa zeit­gle­ich in Süd­deutsch­land und Ital­ien erfun­den. Diese Meth­ode imi­tiert den Mar­mor nicht mehr nur an der Ober­fläche, son­dern durch und durch. Dabei wer­den mit Knochen­leim ange­set­zte, ver­schieden einge­färbte Gip­steige miteinan­der verknetet und danach in Scheiben geschnit­ten, zusam­menge­fügt und nach dem Aushärten geschlif­fen. Natür­lich blieb es nicht lange bei der blossen Nachah­mung von beste­hen­dem Mar­mor aus Kosten­grün­den, son­dern es wur­den fan­tastis­che, nie zuvor existierende Mar­mor­sorten more



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Chris­t­ian Herter liebt das Spiel mit ungewis­sen Gewis­sheiten. Aus schwer macht er leicht und umgekehrt: Die Klein­skulp­turen aus Pilzen, einem ange­bis­se­nen Apfel, Avo­cado, Miniat­u­rauberginen und einem verklein­erten zitierten Brancusi-Kopf überlis­ten die Schw­erkraft und geben sich als Naturkunst aus – und sind doch nicht Kun­st­natur. Die Natur täuschen sie nur vor, genauso wie sie mit ihren Anspielun­gen Bedeu­tun­gen sug­gerieren, die sie nicht ein­lösen. more



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Wenn man den Kern schon nicht findet,
dann kann man ihn doch wenig­stens beschwören.

Ein­gangs steht der Wun­sch, die Dinge zu ver­ste­hen, zu fassen und die Ein­sicht, dass das wohl ein schwieriges Unter­fan­gen wer­den kön­nte. Es geht dabei nicht mal um Wis­sen oder Wahrheit, son­dern darum, einen Weltzu­gang zu finden und diesen sicht­bar zu machen.
Verge­blichkeit und Trotz war die Über­schrift des 2012 ver­fassten Man­i­fests von Clau­dia Kübler und bildet more



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Reto Leuthold (*Thun 1977) stösst über­all auf Geschichten, Episo­den und Anek­doten, die er wie in einer Col­lage zusam­men­trägt, neu arrang­iert und in seine Bilder ein­webt. Das Bild­ma­te­r­ial entstammt aus tra­di­tionellen und elek­tro­n­is­chen Medien sowie aus Erleb­nis­sen des All­t­ags, die Mal als einzelne eigen­ständige Bild­par­tie, Mal als Teil des gesamten Bildes funk­tion­ieren. Der Fokus auf die reich­haltige Motivwahl in seinem Schaf­fen offen­bart das Bild­in­ter­esse more



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Karin Lus­ten­berger erfindet für ihre Instal­la­tio­nen und Per­for­mances immer neue Strate­gien, Bilder und Klänge zu erzeu­gen und zu kom­binieren, die übliche Erwartun­gen an audio­vi­suelle Arbeiten unter­laufen, par­o­dieren oder ein­fach ignori­eren. Das behauptet nicht iro­nis­che Über­legen­heit, son­dern drückt eher fre­undliche Respek­t­losigkeit und spielerischen Humor aus. more



Edition IV/14 I WAS HERE

Den Schriftzug “I WAS HERE” kennt man von spon­tan in Stein gekratzten oder mit Filzs­tift flüchtig hinge­wor­fe­nen Verewi­gun­gen. Die aus weiss bemal­ten Dachlat­ten kon­stru­ierte und mon­tierte Schrift spiegelt sich in einem Teich. Die imma­terielle Spiegelung ist seit­en­richtig, die Holzbuch­staben seit­en­verkehrt. Die Spiegelung ver­weist auf Narziss, der sich in sein Spiegel­bild ver­liebt. Es tauchen die Fra­gen auf: Wer ist “I” und wo ist “HERE”. more



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Präsen­ta­tion mit Arbeiten von Raphael Egli, Jeroen Geel und Sara Hedberg.

Dieses Jahr fuhren wir von der Pro­duzen­ten­ga­lerie Alpineum zum vierten Mal an die Stock­holmer Kun­stmesse. Zu unserer grossen Freude beka­men wir die allererste Box nach dem Hauptein­gang zugeteilt, so war uns die Aufmerk­samkeit der BesucherIn­nen gewiss. Neben unseren eige­nen bei­den Kün­stlern Jeroen Geel und Raphael Egli zeigten wir – abso­lut mit strate­gis­cher Absicht – auch das Werk der Stock­holmer Kün­st­lerin Sarah Hed­berg. more



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Während fast einer Dekade ent­standen 394 kari­erte Blät­ter, die Zeich­nun­gen von je 8 Autos
in der pla­nen Sei­t­e­nan­sicht zeigen. Jedes dieser acht steht jew­eils für eine fik­tive Marke, diedurch Ini­tialen beze­ich­net wird und welche mit den anderen in Konkur­renz steht. Von Blatt 1 an, auf welchem die Entwürfe zum ersten Mal in die flache Welt einge­treten sind und mit den anderen ver­gle­ich­bar wur­den, sind sie einer stren­gen Prü­fung unter­stellt wor­den. Auf­grund von einem Kri­te­rienkat­a­log wur­den sie bew­ertet und eingestuft.
Dieser konzep­tionellen Arbeit stellt Hubert Hof­mann in der Ausstel­lung sein malerisches
Werk ent­ge­gen. Mit­tels Pin­sel und Wasser bringt er reines Farbpig­ment auf die Träger­schicht, ohne dieses more



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Im 300. Geburt­s­jahr von Jean-Jacques Rousseau stellen wir fest, dass vorder­gründig der
wirtschaftliche Entwick­lungsmo­tor stockt. Mit der „Volonté générale“ ver­fasste der Denker
eine Vision, welche die Entwick­lung unserer west­lichen Gesellschaft befeuerte, die Entste­hung einer frei­heitlichen Demokratie wohl erst ermöglichte und somit all die Annehm­lichkeiten erzeugte, die wir heute schätzen. Nach­dem in den let­zten hun­dert­fün­fzig Jahren konkur­ri­erende Gesellschaftssys­teme von unserer
Lebens­form über­flügelt wur­den, ist heute das ver­meintliche Ende more



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Am Wegrand, in Schut­thalden, auf Juraw­iesen, auch in Pierre Huyghes Garten für die Doc­u­menta in Kas­sel las Lorenz Schmid die Blüten auf, welche ihm in Auge sprangen.
Jedoch stellte er mit ihnen keinen Strauss für die Vase zusam­men, son­dern er presst sie, aber wiederum nicht, um an ihren Saft zu kom­men, son­dern um zwis­chen einem Glas und einem säure­freien Kar­ton neue Ansichten zu gewin­nen. Von Zeit zu Zeit liess sich ein dumpfes Knacken hören, aus den mit­tels Flügel­mut­tern more



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Desde niño pintaba como Raphael, pero me llevó toda una vida apren­der a dibu­jar como un niño. (Pablo Picasso)

Raphael Eglis Gemälde entste­hen im Stu­dio auf­grund von Rezepten, Bleis­tiftze­ich­nun­gen, die er mit weni­gen Lin­ien vor dem Objekt anlegt und wörtlich mit Far­b­ver­merken vor Ort und im Ate­lier ergänzt. Raphael Eglis neue Gemälde sind grosszügig angelegt, in ihren Dimen­sio­nen wie in ihrer Motivik: meistens more



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Flo­rian Balze (*1969 in Augs­burg, lebt in Berlin) schafft Kunst­werke mit Namen wie „Gralig“, „Priggo“ oder „Piebe“. Namen, welche sich fast fugen­frei in den Opus von Lund­gren ein­passen lassen. Auch deren Erschei­n­ung ist von ähn­licher Art. Glänzende, in kräfti­gen Far­ben geset­zte Ober­flächen auf schar­fkanti­gen Plat­ten stossen rechtwin­klig aneinan­der um mit ihren Zwis­chen­räu­men Behält­nisse zu for­men. Nur bleibt die Suche nach dem flächen­rhyth­misieren­den Stac­cato der typ­is­chen Sechskant-Schrauben ergeb­nis­los. Alle Verbindun­gen sind fest gefügt, was in der Kon­se­quenz heisst, dass diese Regale nicht demon­tier­bar sind. So kommt zum Aus­druck, dass sie in ihrer Aus­for­mulierung im Raum das opti­male, weil endgültige Vol­u­men als Skulp­tur gefun­den haben.
Die Arbeit von Hannes Brun­ner (*1956 in Luzern, lebt in Zürich) folgt more



03

Monika Müller hat in Anlehnung an Cas­par David Friedrich 37 Rüge­nan­sichten vor Ort nach
selbst gemachten Farb­fo­tografien ange­fer­tigt. Es sind dies Abstrak­tio­nen und far­bliche Reduk­tio­nen, wobei die Umrisslinie im Gegen­satz zu Friedrich eine unter­ge­ord­nete Rolle spielt, die ger­ade Hor­i­zontlinie aber, die Friedrich sogar mit einem Lin­eal zog, bleibt bes­tim­mendes Ele­ment. Zudem kommt das Flächige, das Malerische über die Graphit­pul­ver­flächen und feine Lin­ienge­füge zum Tra­gen. more



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Eine ortsspez­i­fis­che Präsen­ta­tion in den Räum­lichkeiten des Architek­tur­büros. Mit aus­gewählten Werken von Raphael Egli, Monika Kiss Horváth, Hubert Hof­mann, René Oder­matt, Andri Stadler und Monika Müller in den Fluren, Chef­büros und Besprechungsräu­men.
Mit sparsamen ästhetis­chen Mit­teln, im Grunde genom­men die Reduk­tion auf Farbe, Linie und Sät­ti­gung more



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Auf Tis­chen, an den Wän­den, in Map­pen und gestapelt – das grosse Ate­lier ist voll von Zeich­nun­gen, gross­for­mati­gen Werken auf Tafeln und kleinen, schnellen Skizzen auf Papier, auss­chliesslich Land­schaften, alle schwarzweiss und menschenleer.

Die Land­schaft ist seit rund sieben Jahren das zen­trale Thema more



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Lorenz Schmid / Antholo­gie – Die Wahrheit eines Som­mers: Am Wegrand, in Schut­thalden, auf Juraw­iesen, auch in Pierre Huyghes Garten für die Doc­u­menta in Kas­sel las Lorenz Schmid die Blüten auf, welche ihm ins Auge sprangen.
Jedoch stellte er mit ihnen keinen Strauss für die Vase zusam­men, son­dern er presst sie, aber wiederum nicht, um an ihren Saft zu kom­men, son­dern more



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Eine Schubkarre, die in der eige­nen Ladung stecken bleibt, ein Fuss­ballplatz, auf dem Nadel­bäume als Mannschaft zwis­chen Forsthüt­ten als Tore ste­hen, ein Sat­telschlep­per, so lang wie der halbe Gotthard‐Basistunnel, der auf einer Unzahl von Achsen seinem eige­nen Heck im Kreis hin­ter­her­fährt, ein Nistkas­ten, dessen Flu­gloch ein Laut­sprecher aus­füllt: Was soll daran sin­nvoll sein? Nichts. Und ger­ade das ist die Kunst. Der Sinn, der more



Annas Welt

Diana See­holzer bildete sich par­al­lel zum Kun­st­studium zur Berufs– und Gletscher­pi­lotin aus. Die reale Fliegerei ist inzwis­chen in den Hin­ter­grund getreten, das Nach­denken über Bewe­gung und Raum ist geblieben. more



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Schwarze Bilder? Erst nach­dem sich das Auge an die dun­kle, spiegel­nde Fläche gewöhnt
hat, nimmt es dif­feren­ziert­ere Töne wahr, aus der Dunkel­heit kristallisieren sich Struk­turen. Andri Stadler fotografiert nachts. Halb­blind tastet der Blick über die von der Kam­era aufgeze­ich­neten Licht­spuren. An der Grenze zur Sicht­barkeit tauchen more



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Bere­its zum drit­ten Mal besucht die Alpineum Pro­duzen­ten­ga­lerie die inter­na­tionale Kun­stmesse für von Kün­st­lerIn­nen betriebe­nen Räume in Skan­di­navien. Mit Monika Müller, die schon zum zweiten Mal hoch fuhr, reis­ten dieses Jahr auch Samuli Blat­ter und Lorenz Schmid mit. Beide sind more



Detail aus Minimale

  • 248 Teil­nehmerIn­nen aus 55 Städten, 8 Län­dern und 3 Kontinenten
  • Finis­sage mit ital­ienis­cher Musik ab Schallplatte von Raphael Egli, Sa 16.01. 2010, 19 Uhr

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